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Hausnotruf6 Minuten Lesezeit

Hausnotrufsystem: Funktion, Kosten & Anspruch 2026

Hausnotrufsystem einfach erklärt: Aufbau, Funktion, Kosten (mit Pflegegrad 0 € im Monat) und wer Anspruch hat — stationär und mobil im Vergleich.

Sanivia Redaktion
Pflege-Fachredaktion
Hausnotrufsystem: Basisstation mit wasserdichtem Funksender als Armband oder Halskette

Ein Sturz im Bad, ein Schwindelanfall in der Küche — im Alter zählt jede Minute. Ein Hausnotrufsystem holt in genau diesen Momenten auf einen einzigen Knopfdruck Hilfe. Wir erklären verständlich, wie so ein System aufgebaut ist, wie es im Notfall funktioniert, was es kostet — und warum es mit anerkanntem Pflegegrad 0 € im Monat kostet.

Was ist ein Hausnotrufsystem?

Ein Hausnotrufsystem ist kein einzelnes Gerät, sondern ein Zusammenspiel aus drei Bausteinen:

  • Der Funksender: ein wasserdichter Notrufknopf, den Sie als Armband oder Halskette immer am Körper tragen — auch unter der Dusche, wo besonders viele Stürze passieren.
  • Die Basisstation: das Herzstück in der Wohnung. Sie stellt auf Knopfdruck eine laute Freisprechverbindung her, sodass Sie bequem vom Boden aus sprechen können.
  • Die 24/7-Notrufzentrale: rund um die Uhr besetzt mit geschultem Personal, das im Ernstfall die richtige Hilfe organisiert.

Genau dieser dritte Baustein unterscheidet ein echtes Hausnotrufsystem von einer bloßen Notruf-App oder Smartwatch, deren Alarm meist nur an Angehörige geht.

Wie funktioniert ein Hausnotrufsystem im Notfall?

Der Ablauf ist bewusst so einfach wie möglich gehalten — er muss auch in Panik oder mit zittrigen Händen funktionieren:

  1. Knopf drücken. Ein einziger Druck auf den Funksender genügt, egal wo in der Wohnung Sie sich befinden.
  2. Verbinden. Die Basisstation baut binnen Sekunden eine Sprechverbindung zur Notrufzentrale auf — ohne dass Sie zum Telefon müssen.
  3. Helfen. Das Personal spricht mit Ihnen, klärt die Lage und verständigt je nach Situation Angehörige, Nachbarn oder den Rettungsdienst — und bleibt bis zum Eintreffen der Hilfe im Kontakt.

Kein Festnetz, kein WLAN nötig: Das System arbeitet über Mobilfunk (4G). Fällt der Strom aus, läuft die Basisstation über einen Akku weiter und meldet das der Zentrale automatisch. Wie der Notrufknopf im Detail aufgebaut ist, lesen Sie im Ratgeber Notrufknopf für Senioren.

Stationär oder mobil: die zwei Arten von Hausnotrufsystemen

Es gibt das Hausnotrufsystem in zwei Varianten — für zuhause und für unterwegs. Bei Sanivia sind das die careium-Geräte Eliza (stationär) und Abby (mobil).

MerkmalStationäres System (Eliza)Mobiles System (Abby)
Einsatzbereichzuhause (Funk zur Basisstation)überall (Mobilfunk + GPS)
Bedienungein Knopfein Knopf
Akku / BatterieSender-Batterie hält mehrere JahreAkku hält mehrere Tage
Sturzerkennungüber den Funksender auslösbarautomatische Sturzerkennung
Ortungin der WohnungGPS-Standort an die Zentrale
24/7-Notrufzentralejaja
Kosten mit Pflegegrad0 € / Monat0 € / Monat*

*Beim mobilen Gerät fällt einmalig eine private Einrichtungsgebühr von 49,90 € an; die monatliche Nutzung bleibt mit Pflegegrad kostenfrei.

Viele entscheiden sich für das stationäre System, weil sie die meiste Zeit zuhause verbringen. Wer aktiv und viel draußen ist, ist mit dem mobilen System besser aufgehoben — Details dazu im Ratgeber Mobiler Hausnotruf: unterwegs geschützt.

Was kostet ein Hausnotrufsystem?

Der Listenpreis für ein Hausnotrufsystem liegt bei rund 32 € brutto im Monat, dazu kommt eine einmalige Anschlussgebühr. Der entscheidende Punkt: Mit anerkanntem Pflegegrad 1 bis 5 ist das Hausnotrufsystem ein Pflegehilfsmittel nach § 40 SGB XI — die Pflegekasse übernimmt die monatlichen Kosten dann vollständig. Für Sie bleiben 0 € im Monat, monatlich kündbar.

Ohne Pflegegrad tragen Sie die Kosten selbst. Oft lohnt es sich, zuerst einen Pflegegrad zu beantragen — schon Pflegegrad 1 genügt für die volle Kostenübernahme. Alle Beträge im Detail erklären wir unter Hausnotruf-Kosten 2026.

Wer hat Anspruch auf ein Hausnotrufsystem?

Anspruch auf die Kostenübernahme haben Sie, wenn drei Punkte zusammenkommen:

  • Anerkannter Pflegegrad 1 bis 5 — schon der niedrigste Pflegegrad reicht aus.
  • Überwiegend allein lebend — oder regelmäßig für längere Zeit im Haushalt allein.
  • Fähigkeit, den Notruf selbst auszulösen — genau das fragen wir im Antrag mit ab.

Eine ärztliche Verordnung ist nicht nötig. Welche Voraussetzungen im Einzelnen gelten, lesen Sie unter Hausnotruf-Voraussetzungen & Anspruch.

Tipp: Noch kein Pflegegrad oder unsicher, ob Sie Anspruch haben? Rufen Sie uns an (0151 4000 2465) — wir prüfen Ihren Anspruch kostenfrei am Telefon.

Hausnotrufsystem beantragen — digital in 5 Minuten

Bei Sanivia beantragen Sie Ihr Hausnotrufsystem vollständig online: Gerät wählen, wenige Angaben zu Person und Pflegekasse machen, digital unterschreiben — den Rest übernehmen wir. Sie reichen nichts selbst bei der Kasse ein.

Einen Überblick über beide Geräte finden Sie auf unserer Hausnotruf-Seite. Wenn Sie direkt starten möchten:

→ Hausnotrufsystem mit Pflegegrad kostenfrei beantragen

Häufige Fragen

Ein Hausnotrufsystem verbindet einen tragbaren Funksender (als Armband oder Halskette) mit einer Basisstation und einer 24/7-Notrufzentrale. Auf Knopfdruck entsteht binnen Sekunden eine Sprechverbindung — das geschulte Personal verständigt Angehörige oder den Rettungsdienst und bleibt bis zum Eintreffen der Hilfe im Kontakt.
Der Listenpreis liegt bei rund 32 € brutto im Monat plus einer einmaligen Anschlussgebühr. Mit anerkanntem Pflegegrad 1 bis 5 übernimmt die Pflegekasse diese Kosten vollständig — für Sie 0 € im Monat. Nur beim mobilen Gerät fällt einmalig eine private Einrichtungsgebühr von 49,90 € an.
Ja. Das Hausnotrufsystem ist ein Pflegehilfsmittel nach § 40 SGB XI. Schon ab Pflegegrad 1 übernimmt die Pflegekasse die monatlichen Kosten vollständig — eine ärztliche Verordnung ist nicht nötig. In der Regel wird vorausgesetzt, dass Sie überwiegend allein leben und den Notruf selbst auslösen können.
Nein. Das moderne Hausnotrufsystem arbeitet über Mobilfunk (4G) mit eingebauter SIM-Karte — ganz ohne Festnetz und ohne WLAN. Bei Stromausfall läuft die Basisstation über einen Akku weiter und informiert die Zentrale automatisch.
Wer überwiegend zuhause ist, fährt mit dem stationären System (careium Eliza) am einfachsten — ein Knopf, kein Laden. Wer viel unterwegs ist, wählt das mobile System (careium Abby) mit GPS-Ortung und automatischer Sturzerkennung. Beide sind mit Pflegegrad kostenfrei; beantragen können Sie beides in rund 5 Minuten.
Hinweis: Dieser Artikel ersetzt keine individuelle Beratung. Konkrete Fragen zu Ihrer Pflegesituation beantworten wir gerne kostenfrei am Telefon unter 0151 4000 2465.