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Notrufsysteme für Senioren 2026: 4 Systeme im Vergleich

Notrufsysteme für Senioren im Vergleich: Hausnotruf, mobiler Notruf mit GPS, Notrufuhr und Seniorenhandy. Plus: Wann die Pflegekasse die Kosten übernimmt.

Sanivia Redaktion
Pflege-Fachredaktion
Notrufsysteme für Senioren im Vergleich: Hausnotruf, mobiler Notruf, Notrufuhr und Seniorenhandy

Notrufknopf, Notrufuhr, GPS-Notruf, Seniorenhandy — wer für sich oder die Eltern nach einem Notrufsystem für Senioren sucht, steht vor einer unübersichtlichen Auswahl. Dieser Überblick vergleicht die vier gängigen Systemtypen, zeigt, welches System zu welcher Lebenssituation passt — und welches davon die Pflegekasse vollständig bezahlt.

Die 4 Notrufsysteme im Überblick

1. Klassischer Hausnotruf (stationär)

Der Klassiker unter den Notrufsystemen: eine Basisstation mit empfindlichem Mikrofon und kräftigem Lautsprecher, dazu ein wasserdichter Funksender, den Sie als Armband oder Kette tragen. Ein Druck auf den Knopf baut binnen Sekunden eine Sprachverbindung zur 24/7-Notrufzentrale auf — freihändig, über die Basisstation.

Moderne Geräte wie die careium Eliza arbeiten über Mobilfunk mit eigener SIM-Karte: weder Festnetz noch WLAN nötig. Der Funksender ist auch unter der Dusche tragbar — im Badezimmer passieren besonders viele Stürze. Ein Akku-Backup überbrückt Stromausfälle mehrere Tage lang, die Batterie des Funksenders hält jahrelang ohne Aufladen.

Mehr zum Notrufknopf selbst: Notrufknopf für Senioren — so funktioniert er.

2. Mobiler Notruf mit GPS

Der mobile Notruf ist ein kleines, leichtes Gerät (als Anhänger oder am Handgelenk getragen), das überall funktioniert — nicht nur zuhause. Es hat eine eigene SIM-Karte und verbindet Sie unterwegs genauso mit der 24/7-Notrufzentrale wie der stationäre Hausnotruf zuhause.

Der entscheidende Unterschied: die GPS-Ortung. Im Notfall wird Ihr Standort an die Zentrale übermittelt — im Bus, im Wald, beim Enkelbesuch. Das mobile careium-Gerät Abby hat zusätzlich eine automatische Sturzerkennung und ist wasserfest. Ausführlich: Mobiler Hausnotruf — unterwegs geschützt.

3. Notrufuhren und Smartwatches

Notrufuhren sehen aus wie Armbanduhren und haben eine Notruftaste; Smartwatches bieten Notruf-Funktionen per App. Je nach Modell wird im Notfall allerdings meist nur eine hinterlegte private Nummer angerufen — also Angehörige, die gerade erreichbar sein müssen. Eine professionelle, rund um die Uhr besetzte Notrufzentrale steckt hinter vielen Modellen nicht.

Zwei weitere Punkte, die im Alltag zählen: Smartwatches müssen in der Regel täglich geladen werden — eine leere Uhr schützt nicht. Und die Bedienung über Display und Menüs überfordert manche ältere Nutzer. Unser ausführlicher Vergleich: Notrufuhr oder Notruf-Armband?

4. Seniorenhandys mit Notruftaste

Seniorenhandys haben große Tasten und meist eine rote Notruftaste auf der Rückseite, die nacheinander hinterlegte Nummern anruft. Das ist besser als nichts — aber das Handy muss dabei, geladen und auffindbar sein, wenn es darauf ankommt. Wer gestürzt ist, erreicht das Handy auf dem Küchentisch nicht mehr. Eine 24/7-Notrufzentrale ist üblicherweise nicht angebunden, und in Dusche oder Badewanne ist ein Handy in der Regel nicht dabei.

Die große Vergleichstabelle

Hausnotruf (stationär)Mobiler Notruf (GPS)Notrufuhr / SmartwatchSeniorenhandy
SchutzbereichZuhause (Reichweite der Basisstation)ÜberallÜberallÜberall (wenn dabei)
Notruf erreicht24/7-Notrufzentrale24/7-Notrufzentraleje nach Modell, oft nur Angehörigemeist nur Angehörige
Am Körper tragbarJa (Armband oder Kette)Ja (Anhänger oder Handgelenk)Ja (Handgelenk)Nein (liegt oft ab)
Dusch-/wasserfestJa (Funksender)Jaje nach Modellin der Regel nein
GPS-Ortungnicht nötig (Adresse hinterlegt)Jaje nach Modellteils
Sturzerkennung— (Knopf am Körper)Ja (automatisch)je nach Modell
Laden / BatterieSender: Batterie hält jahrelangAkku mehrere Tagemeist täglich ladenregelmäßig laden
Pflegekasse zahltJa, ab Pflegegrad 1 (0 €/Monat)Ja, ab Pflegegrad 1 (0 €/Monat)in der Regel neinnein

Beim mobilen Gerät fällt einmalig eine private Einrichtungsgebühr von 49,90 € an; die monatliche Nutzung bleibt mit Pflegegrad kostenfrei.

Das Fazit der Tabelle: Notrufuhren und Seniorenhandys können eine Ergänzung sein — die verlässliche Basis ist ein Notrufsystem mit professioneller 24/7-Zentrale, das die Pflegekasse anerkennt und bezahlt.

Welches System passt zu welcher Lebenssituation?

Überwiegend zuhause? Dann ist der klassische Hausnotruf die richtige Wahl: Funksender umlegen, fertig — kein Laden, kein Bedienmenü, und der Knopf ist auch unter der Dusche dabei. Die Notrufzentrale kennt Ihre Adresse, eine Ortung ist nicht nötig.

Noch aktiv unterwegs? Einkaufen, Spaziergang, Garten, Enkelbesuch — dann schützt der stationäre Hausnotruf nur einen Teil des Tages. Der mobile Notruf mit GPS geht überall mit und bietet zusätzlich die automatische Sturzerkennung. Für aktive Senioren ist er die rundere Lösung.

Bei Demenz-Diagnose? Hier hängt die passende Lösung stark vom Einzelfall ab — etwa davon, ob der Notrufknopf im Ernstfall zuverlässig gedrückt werden kann. Pauschale Empfehlungen helfen da nicht weiter. Sprechen Sie mit uns unter 0151 4000 2465 — wir hören uns die Situation an und sagen ehrlich, was passt.

Wer zahlt? Die Kostenübernahme durch die Pflegekasse

Der Hausnotruf — stationär wie mobil — ist ein Pflegehilfsmittel nach § 40 SGB XI. Das heißt:

  • Anspruch ab Pflegegrad 1: Schon der niedrigste Pflegegrad genügt. Die Pflegekasse übernimmt die monatlichen Kosten vollständig — für Sie 0 € im Monat, bei jedem Pflegegrad von 1 bis 5.
  • Weitere Voraussetzungen: Sie leben überwiegend allein (oder sind regelmäßig längere Zeit allein), ein Notfallrisiko wie Sturzgefahr ist plausibel, und Sie können den Knopf im Ernstfall drücken. Details: Hausnotruf — Voraussetzungen & Anspruch.
  • Ohne Pflegegrad: Der Hausnotruf ist bei vielen Anbietern auch als Selbstzahler möglich (üblich sind rund 32 € im Monat) — oft lohnt sich aber zuerst der Pflegegrad-Antrag.
  • Keine ärztliche Verordnung nötig, monatlich kündbar, keine versteckten Gebühren.

Notrufuhren, Smartwatches und Seniorenhandys sind dagegen in der Regel Privatkäufe — hier zahlt die Pflegekasse üblicherweise nicht mit. Alle Beträge im Detail: Hausnotruf-Kosten 2026.

Tipp: Noch kein Pflegegrad? Rufen Sie uns an unter 0151 4000 2465 — wir prüfen Ihren Anspruch kostenfrei am Telefon. Bei Sturzgefahr und Alleinleben stehen die Chancen auf Bewilligung erfahrungsgemäß gut.

In 3 Schritten zum Notrufsystem

  1. Online beantragen — in rund 5 Minuten. Der Antrag läuft komplett digital mit Online-Unterschrift: Hausnotruf beantragen. Kein Papierkram, kein Rezept, kein Behördengang.
  2. Wir reichen den Antrag bei Ihrer Pflegekasse ein. Die Kasse muss innerhalb von 5 Wochen entscheiden — verstreicht die Frist, gilt der Antrag automatisch als bewilligt (§ 13 Abs. 3a SGB V).
  3. Das Gerät kommt zu Ihnen nach Hause. Auspacken, anschließen, Testnotruf — in wenigen Handgriffen selbst erledigt, eine telefonische Inbetriebnahme ist nicht nötig.

→ Hausnotruf jetzt kostenfrei beantragen

Mit anerkanntem Pflegegrad übernimmt Ihre Pflegekasse die monatlichen Kosten vollständig — Sie unterschreiben einmal digital, wir kümmern uns um den Rest.

Häufige Fragen

Das hängt vom Alltag ab: Wer überwiegend zuhause ist, fährt mit dem klassischen Hausnotruf (Basisstation + wasserdichter Funksender) am besten. Wer noch viel unterwegs ist, wählt den mobilen Notruf mit GPS. Beide verbinden auf Knopfdruck mit einer 24/7-Notrufzentrale und werden mit anerkanntem Pflegegrad von der Pflegekasse bezahlt.
Den Hausnotruf ja: Er ist ein Pflegehilfsmittel nach § 40 SGB XI. Mit Pflegegrad 1 bis 5 übernimmt die Pflegekasse die monatlichen Kosten vollständig — für Sie 0 €. Das gilt für das stationäre wie das mobile Gerät. Notrufuhren, Smartwatches und Seniorenhandys sind dagegen in der Regel Privatkäufe ohne Kassenleistung.
Der Hausnotruf verbindet Sie mit einer professionellen 24/7-Notrufzentrale, die im Ernstfall Angehörige oder den Rettungsdienst schickt — und er wird von den Pflegekassen anerkannt. Notrufuhren und Smartwatches rufen je nach Modell meist nur hinterlegte Angehörige an, müssen in der Regel täglich geladen werden und sind Privatkäufe.
Ja. Moderne Hausnotruf-Geräte arbeiten über Mobilfunk mit eigener SIM-Karte (2G/3G/4G). Sie brauchen weder einen Telefonanschluss noch WLAN — das Gerät ist ausgepackt sofort einsatzbereit.
Mit anerkanntem Pflegegrad (schon Pflegegrad 1 genügt) zahlen Sie für den Hausnotruf 0 € im Monat — die Pflegekasse übernimmt die Kosten inklusive Anschlussgebühr. Beim mobilen Gerät fällt einmalig eine private Einrichtungsgebühr von 49,90 € an. Ohne Pflegegrad ist der Hausnotruf bei vielen Anbietern als Selbstzahler nutzbar (üblich sind rund 32 € im Monat).
Hinweis: Dieser Artikel ersetzt keine individuelle Beratung. Konkrete Fragen zu Ihrer Pflegesituation beantworten wir gerne kostenfrei am Telefon unter 0151 4000 2465.